Kirchen im Kommunismus: Internationale Tagung fragt nach dem Umgang mit der eigenen Vergangenheit
âMehr als drei Jahrzehnte nach dem Ende der kommunistischen Diktaturen in Ost- und Mitteleuropa ist die Geschichte von Kirchen und Religionsgemeinschaften unter kommunistischer Herrschaft keineswegs abgeschlossen. Sie ist erforscht, erinnert und dokumentiert â und bleibt doch umkĂ€mpftâ, sagt der Kirchenhistoriker Prof. Dr. Friedemann Stengel von der MLU. Zur Geschichte der Kirchen in der Diktatur gehöre seit 1990 auch die Geschichte ihrer Deutung nach der Diktatur.
Die TagungsbeitrÀge befassen sich daher mit der Frage, wie kirchliche Zeitgeschichte erinnert, konstruiert, politisch gerahmt und interpretiert wurde. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Umbruchsjahren nach 1989/90, zum Beispiel den Erwartungen und EnttÀuschungen der Transformation, dem VerhÀltnis kirchlicher Aufarbeitung zu demokratischen Institutionen sowie der Rolle öffentlicher Kontroversen in Politik und Gesellschaft.
Organisiert wird die Tagung von der Theologischen FakultĂ€t in Kooperation mit der Zeitschrift âKirchliche Zeitgeschichte / Contemporary Church Historyâ (KZG/CCH). Gefördert wird sie von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Eine digitale Teilnahme ist möglich.
Weitere Informationen: https://www.theologie.uni-halle.de/kg/friedemann_stengel/kzg-tagung/
Tagung: Kirchen in der kommunistischen Diktatur nach der Diktatur. Aufarbeitung und Historiographie
Dienstag, 6. Oktober, bis Freitag, 9. Oktober 2026
Theologische FakultÀt der MLU
Franckeplatz 1, Haus 30
06110 Halle (Saale)
